„Götter aus schwarzer Erde“ – eine inspirierende Lesung…

Mittlerweile kann man schon nicht mehr Bäckermeister mit Hang zum Schreiben sagen, vielmehr verbindet Bäckermeister Thorsten Braun nunmehr in seinem dritten Buch erfolgreich Beruf und Passion. Nachdem er seine ersten beiden Bücher dem Stollen- und Stutenbacken in historischem Gewand gewidmet hat, präsentiert sich Brauns drittes Werk eher als geschichtliches Epos, das zu einer Zeit spielt, als an den Ufern des mächtigen Nils die erste Hochkultur der Menschheit entsteht.

„Götter aus schwarzer Erde“ ist ein Buch über Freundschaft und Liebe in den Wirren von Hungersnot und Krieg und unter der Last gesellschaftlicher Zwänge. Djeser und Akhenaten, unzertrennliche Freunde von klein auf an, einer der Sohn des Königs, der andere der Sohn des Wesirs, verbringen die vielen Jahre ihrer Kindheit aller Unterschiede ihrer Herkunft zum Trotz unbeschwert und glücklich, lernen und spielen gemeinsam. Doch in der Jugend kommt der Zeitpunkt, als beide in die Fußstapfen ihrer Väter treten sollen – getrennt und gemäß strengen Regularien. Djeser wird König, Akhenaten zerbricht an der Strenge seines Vaters und verlässt seine Heimat. Erst viele Jahre später begegnen sich die Freunde wieder und versuchen das mittlerweile von Seuchen, Hunger und Krieg gebeutelte Königreich zu retten.

Fasziniert vom mächtigen Strom, dem Nil, der 3. Dynastie und der Erhabenheit der Götter erzählt Thorsten Braun die ereignisreichen Lebensgeschichten seiner Protagonisten, eingebunden in historische Geschehnisse im damaligen Ägypten.

Bei der Lesung Anfang September stellte der Bäckermeister und Autor nun sein neuestes Buch in der Bäckerei & Konditorei Gilgen’s im Chronos-Quartier vor und dankte bei dieser Gelegenheit Manuela und Franz-Josef Gilgen für die bemerkenswerte Unterstützung bei all seinen literarischen Werken und Backexperimenten. Denn für die Gäste der Lesung, unter denen auch Bürgermeister Klaus Pipke war, hatte Braun passend zum Buch ein Brot, wie im alten Ägypten, mit ägyptischem Getreide gebacken und dazu einen Aufstrich aus Ziegenkäse mit Honig und Feigen vorbereitet.

Gelesen wurde auch am Samstagnachmittag – das Ende des Buches. Aber wer denkt, damit seien die rund 380 Seiten davor unbedeutend, der irrt; denn dem Leben und Wirken Imhoteps kommt man erst nach und nach auf die Spur…

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